Der erste Urlaub mit dem Baby
Gastbeitrag von Vivian Weigert, Autorin und Leiterin unserer Fachstelle für Säuglingsfragen in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein.
- Auf Reisen haben Sie es ganz besonders bequem, solange Sie Ihr Baby noch voll stillen: Ohne zusätzliches Gepäck und ohne jeden Hygiene-Stress ist jederzeit genug zu essen und zu trinken für Ihr Baby bereit, immer in der richtigen Temperatur und Zusammensetzung.
- Auch bei großer Hitze bekommen gestillte Baby an der Brust alles, was sie brauchen, sofern sie nach Bedarf gestillt werden. Um ihren Durst zu löschen, trinken Babys dann von sich aus etwas häufigere und kürzere Stillmahlzeiten. Eine entsprechende Studie in Indien hat gezeigt, dass Babys auch in subtropischen Temperaturen besser gedeihen, wenn sie ausschließlich gestillt werden, also nicht zusätzlich Wasser oder Tee bekommen. Muttermilch stillt Durst und Hunger immer im günstigsten Verhältnis.
- Im Flugzeug erleichtern Sie Ihrem Kind den Abflug und die Landung, wenn Sie es währenddessen stillen.
- Denken Sie als Mutter unterwegs auch daran, selbst stets ausreichend Wasser zu trinken, vor allem bei trockener Luft und Hitze.
- Das zusätzliche Füttern von Beikost kann ruhig auf die Zeit nach dem Urlaub verschoben oder vorübergehend ausgesetzt werden, solange das Baby noch keine oder noch keine richtig großen Mengen davon zu sich nimmt. So schützen Sie Ihr Kind effektiv vor möglicherweise gefährlichen Krankheitserregern in fremden Ländern.
- Wenn Ihr Kind aber schon richtig isst, gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für Große auch: Nur essen was zuvor durchgegart, abgekocht oder frisch geschält wurde. ("Cook it, boil it, peel it or forget it"). Aten Sie beim Füttern von (mitgebrachten) Babygläschen darauf, dass das Löffelchen sauber ist.
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